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Sternotherus odoratus

Gewöhnliche Moschusschildkröte (Latreille,1801)

 

Lebensraum:

Sie bewohnt alle möglichen stehenden und langsam fließenden Gewässer. Brackwasser wird von den Tieren allerdings gemieden.

 

Aussehen:

Der Carapax der erwachsenen Tiere ist graubraun bis schwarz gefärbt. Jungtiere besitzen ein bis drei längst Kiele auf dem Carapax, die sich mit zunehmendem Alter zurück bilden. Der Plastron ist orangegelb bis braunschwarz gefärbt. Die einzelnen Schilder des Bauchpanzers sind mit breiten Bindegewebsnähten miteinander verbunden. Zwei helle Streifen ziehen sich von der Schnauzenspitze bis zum Hals hinunter. Einer verläuft über dem Auge der andere darunter. An der Halsunterseite findet man mehrere Barteln.

 

Größe:

Die Größe liegt zwischen 7,5 und 13,7 cm.

 

Lebensweise:

Diese stark an das Wasser gebundene kleine Schildkröte führt eine eher versteckte Lebensweise. Da sie kein guter Schwimmer ist, hält sie sich mehr auf dem Gewässerboden auf, wo sie nach Nahrung suchend umher läuft. Sie ist vornehmlich dämmerungs- und nachtaktiv und nimmt nur gelegentlich Sonnenbäder, wobei sie meist nie das Wasser ganz verlässt. Während und nach starken Regenfällen unternimmt sie längere Landwanderungen. Im überwiegenden Teil ihres Verbreitungsgebietes hält diese Schildkröte eine Winterruhe, die je nach Breitengrad bis zu 6 Monaten betragen kann.

 

Nahrung:

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ernährt sich die Moschusschildkröte fast ausschließlich von tierischer Kost. Sie frisst alles, was sie eben überwältigen kann. Fische, Regenwürmer, Amphibien, Muscheln, Schnecken, Flusskrebse, Insekten bilden die Hauptnahrung. Allerdings wird auch Aas von Vögeln und Säugetiere nicht verschmäht.

 

Fortpflanzung:

Je nach Vorkommen kommt es das ganze Jahr über zu Paarungen. Zusätzlich kommt es zu erhöhten Paarungsaktivitäten in der Zeit von April bis Mai und von September bis Oktober. Die Eiablage findet je nach Vorkommen von Februar bis August statt. In den meisten Fällen werden 2 bis 5 Eier abgelegt.

Private Schildkrötenstation Meerbusch  |  (C) by Dirk Nowak